Über den Autor

Wulf Noll ist ein aus Kassel gebürtiger Autor, der seit Ende 1979 in Düsseldorf wohnt. Er ist Absolvent der Herderschule Kassel, die ihn auf ihrer Wikipedia-Seite unter den bekannten Ehemaligen führt. Noll, der von sich selbst sagt, dass er zu Füßen des Herkules geboren wurde, studierte nach einer ausgedehnten Indienreise auf dem Landweg an der Freien Universität Berlin Germanistik (Literaturwissenschaft/Linguistik) und Philosophie (Magister Artium), belegte allerdings auch Nebenfächer wie Theaterwissenschaft, Publizistik und Sanskrit. Wulf Noll promovierte später an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf über das Frühwerk Peter Sloterdijks zum Dr. phil. Der Autor, der zudem beide Staatsexamina absolvierte, bezeichnet sich selber gern scherzhaft als Hippie mit einem außergewöhnlichen Bildungsgang.

Wulf Noll konnte das Schreiben und den Lehrberuf gut miteinander verbinden, besonders seitdem es ihn nach Japan verschlug (1986), um eine Stelle als ausländische Lehrkraft im Fachbereich Vergleichende Kultur an der renommierten Universität Tsukuba im Großraum Tokyo anzunehmen. Weitere Stationen waren die Universität Okayama (Westjapan) und die Universität Ningbo (in der chinesischen Provinz Zhejiang) unterhalb Shanghais gelegen. Überdies unterrichtete Noll in Düsseldorf im Bereich Integration vorwiegend jüdische Einwanderer mit akademischer Vorbildung aus der ehemaligen Sowjetunion bzw. den GUS-Staaten.

Nolls zwanzigseitige Publikationsliste führt Erzählungen, Reiseromane, Lyrik, Essays, Kritiken, Feuilletons, wissenschaftliche Abhandlungen sowie zwölf Bücher und drei Büchlein auf. Weitere Arbeiten warten auf ihr Erscheinen. Das Interesse des Autors an China setzte in Japan ein, als er erkannte, welche grundlegende Bedeutung die chinesische Kultur und Schrift auf das alte Japan ausgeübt hatten. Noll wand daher in den letzten Jahren seine Aufmerksamkeit vermehrt China zu, weil dieses Land zu neuen Ufern aufbrach und weil es vor allem seine großartige Kultur rehabilitierte. In Kontakt mit einer jungen, munteren und selbstbestimmten Studentengeneration, die ihre eigenen Träume zu verwirklichen sucht, spricht Noll zu Recht von einer BYD (Build Your Dream) Generation.

Nolls zweites Chinabuch Drachenrausch. Flanieren in China kündet wiederum von dieser neuen Generation. Angeregt und motiviert von den jungen Leuten wird der neugierig beobachtende Flaneur und Gastpoet Robert Marian übers Campusgeschehen, Homestays und auf Reisen durchs Land in chinesische Verhältnisse verstrickt. Drachenrausch ist der zweite Teil einer Trilogie, der erste Teil erschien 2014 mit dem Titel Schöne Wolken treffen. Eine Reisenovelle aus China im Verlag Reisebuch.de in Eutin/Plön.

Wulf Noll bestritt im Inland und im Ausland zahlreiche Lesungen u.a. im Goethe-Institut Shanghai, im Goethe-Institut Tokyo, im Heinrich-Heine- und im Konfuzius-Institut Düsseldorf, im Goethe Museum Düsseldorf sowie in Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und Universitäten. Der Autor, den nicht nur Kassel und Düsseldorf für sich beanspruchen dürfen, ist mit der japanischen bildenden Künstlerin Mutsumi Aoki verheiratet,

Wulf Noll ist seit 1984 Mitglied im Deutschen Schriftstellerverband (VS) und seit 2009 im Internationalen PEN – Zentrum Deutschland.


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